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Stadt und Mensch

Podiumsdiskussion mit Angela Freiberg, Barbara Steffan und Oliver Elser

Ein globales Phänomen: Die Urbanisierung nimmt weltweit zu. Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt und von kleineren in größere Städte. Durch die »Renaissance der Stadt« wächst einerseits die Beliebtheit urbaner Räume – Familien
 und ältere Menschen möchten wieder mitten in der Stadt leben; andererseits entsteht dadurch Gentrifizierung – die Mieten steigen, die alteingesessene Bevölkerung wird verdrängt. Wachsende Städte und Ballungszentren wie Frankfurt und Offenbach sind deshalb mit großen Herausforderungen konfrontiert: Wie können sie sozialen Ausgleich herstellen und die Teilhabe aller an Wachstum und Bildung gewährleisten? Welche Rolle spielen »Ankunftsstadtteile« für die Integration von Migrant*innen? Wie gelingt das friedliche, tolerante Zusammenleben und wie kann eine Vernetzung unterschiedlicher Kulturen aussehen? Wie erleben die Bewohner*innen der unterschiedlichen Stadtteile ihr Wohnumfeld, und welche Möglichkeiten der Partizipation brauchen sie, um es aktiv mit zu gestalten?

Diskussion in deutscher Sprache.

Speaker

Angela Freiberg ist Filmemacherin (Dipl. HfG OF) und wurde 2014 mit dem Sophie von La Roche-Preis ausgezeichnet. Seit 2013 Quartiersmanagerin (Zweitstudium Sozialmanagem. M.A.) für den Frankfurter Stadtteil Preungesheim.

»Im Wohnumfeld werden die Begriffe "zuhause" und "Heimat" in ihren nationalen, kulturellen und mentalen Facetten als Alltagsrealität gelebt. In Quartieren mit besonderen städtischen Problemlagen werden diese urbanen Räume stigmatisiert. Dennoch leben auch hier Menschen mit individuellen Bedürfnissen, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Beziehungen zu ihrem unmittelbaren Wohnumfeld aufbauen.«

Barbara Steffan ist Sozialarbeiterin und seit 2016 beim Caritasverband Frankfurt e.V. für "Soziale Arbeit in der Pfarrei" tätig. Sie ist Initiatorin des Luminale BETTER CITY Beitrags »Licht an! Der Bügel – heller als ihr denkt!«.

»Der Ben-Gurion-Ring hat einen einschlägigen Ruf als Problemviertel. Im "sozialen Brennpunkt" traf ich jedoch auf Menschen mit ausgeprägtem Gemeinsinn, die friedlich und tolerant zusammenleben. St. Lioba ist für mich ein Symbol für die Ressourcen und den guten Willen der Bewohner, ihre Lebenswelt aktiv zu gestalten.«


Oliver Elser ist Kurator am Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt. Seine aktuelle Ausstellung ist SOS Brutalismus. 2016 war er Kurator des Deutschen Pavillons auf der Architekturbiennale in Venedig.

»Making Heimat war der Beitrag des Deutschen Architekturmuseums zur Architekturbiennale 2016. Es ging um eine neue Heimat für gut eine Million Flüchtlinge, um Anforderungen an „Arrival Cities“. Seither wurde Heimat noch stärker zum politischen Kampfbegriff. Rechtsradikale demonstrieren unter dem Slogan „Zukunft Heimat“. Das Innenministerium heißt jetzt Heimatministerium. Höchste Zeit, die Debatte zu versachlichen.«

Moderation

hr-iNFO freut sich, als Partner der Luminale 2018 dabei zu sein. Die Themenabende Stadt und Architektur, Stadt und Mensch und Stadt und Umwelt im Instituto Cervantes, werden von den hr-iNFO Redakteuren Christoph Scheffer und Petra Boberg moderiert. Christoph Scheffer ist als Redakteur in der hr-iNFO Kulturredaktion tätig.

 


 

Podiumsdiskussion

Stadt und Mensch

19. März 2018, 20:00 – 22:00 Uhr

 

Instituto Cervantes, Staufenstraße 1, 60323 Frankfurt am Main


Das Projekt wird unterstützt von

Polytechnische Gesellschaft



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